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Flugzeug

Maßnahmen gegen Fluglärm

Flugzeuge erzeugen Abgase und Lärm, insbesondere bei Starts und Landungen. Die in der Nähe von Flughäfen wohnenden Menschen sind daher erheblichen Belastungen ausgesetzt. Es ist daher die Absicht der Landesregierung, dass die wirtschaftlichen Belange des Flughafens mit dem Schutzbedürfnis der Flughafenanrainer in Einklang gebracht werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Anwohner vor nächtlichem Fluglärm zu schützen:

  • "aktive" Lärmschutzmaßnahmen: Der Flugbetrieb wird eingeschränkt und in bestimmten Nachtstunden untersagt. Es können auch Grenzwerte dafür festgelegt werden, wie laut die Maschinen maximal sein dürfen.
  • "passive" Lärmschutzmaßnahmen: bauliche Verbesserungen an den Wohnungen und Häuser der Anlieger, damit in den Schlafräumen ein zumutbarer Lärmpegel durch den Flugbetrieb nicht überschritten wird.

Grundlage für den Lärmschutz im Luftverkehr ist das im Juni 2007 novellierte Fluglärmschutzgesetz des Bundes, das den anerkannten Erkenntnissen der Lärmwirkungsforschung Rechung trägt. Mit diesem Gesetz müssen Lärmschutzbereiche festgelegt werden. Hierbei untergliedern sich die Lärmschutzbereiche in Abhängigkeit von der Lärmbelastung in zwei Tagschutzzonen und eine Nachtschutzzone.

In der Tagschutzzone 1 ist der Flughafenbetreiber verpflichtet, die Kosten für Maßnahmen zum passiven Schallschutz, wie zum Beispiel Schallschutzfenster, zu tragen. In der Nachtschutzzone sind zusätzlich die Kosten für Belüftungseinrichtungen für Schlafräume zu erstatten.

In der Tagschutzzone 2 müssen neu zu errichtende Gebäude gewissen Schallschutz-Standards genügen.

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